Anna Babuschka Bolika aus Sankt Petersburg

Die strahlende Schönheit aus Russland

Anna Bolika war einst eine gefeierte Eiskunstläuferin aus Sankt Petersburg. Ihre Pirouetten waren legendär, ihre Haltung makellos und ihr wenig standesgemässer Umgang mit den Preisrichtern von einer Offenheit, die diese schliesslich veranlasste, sie unter dem Vorwurf des Dopings von der Bühne zu entfernen.

Damit war die Sportkarriere vorbei, die teure Datscha nicht mehr finanzierbar und ihr arbeitsscheuer Freund auf der Suche nach einer einträglicheren Beziehung.

Dummerweise hatte dieser sein Auto in Annas Garage zurückgelassen. Fest entschlossen, eine neue Karriere zu beginnen, baute sie kurzerhand den Motor aus. Der Rest wurde im nahe gelegenen Fluss entsorgt.

Aus dem geretteten Motor und einigen massiven Metallteilen, die angeblich aus dem Rückbau eines stillgelegten russischen Atomkraftwerks stammen, entstand ein Renngefährt ganz nach Annas ästhetischen Vorstellungen. Durchaus stromlinienförmig, wenn auch in der Höhe nicht unbedingt ein aerodynamisches Meisterwerk.

Dass die Herkunft der Metallteile etwas mit Annas strahlender Erscheinung zu tun hat, scheint möglich.

Bei der ersten Probefahrt traf Anna zufälligerweise auf ihren ehemaligen Freund. Und zwar nicht nur im übertragenen Sinne. Es wird gemunkelt, dass er ebenfalls kurz darauf in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Auto entsorgt wurde.

Aber das sind alte Geschichten. Heute thront Anna mit beinahe aristokratischer Haltung auf ihrer Maschine. Manche empfinden dies als arrogant. Sie selbst bezeichnet das als natürliche Überlegenheit.

Ihre Spezialität sind nach wie vor Pirouetten. Nur finden diese inzwischen auf Asphalt statt. Besonders nach der Zieldurchfahrt dreht sie mit Vorliebe spektakuläre Burnouts, wobei sie mit erhobenem Arm die Zuschauer grüsst. Ob diese tatsächlich begeistert sind, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Gewinnen ist für Anna zweitrangig. Hauptsache, am Ende dreht sich alles um sie.