Jean-Jacques Barthélémy Dampierre-de-la-Croix

Der aristokratische Schnellfahrer aus Frankreich

Jean-Jacques stammt aus gutem Hause und trägt einen Namen von beträchtlicher Länge. Geistig befindet er sich dagegen häufig im Energiesparmodus. Schliesslich musste er sich in seiner wohlbehüteten Jugend kaum grösseren Herausforderungen stellen. Ausser vielleicht jener, stets den gesellschaftlichen Erwartungen seines Standes gerecht zu werden.

Das hat ihn allerdings nicht daran gehindert, sich für einen der bedeutendsten Rennfahrer Frankreichs zu halten. Gelegentlich behauptet er sogar, ein entfernter Nachkomme des legendären französischen Rennfahrers Gaston Le Bricoleur zu sein. Belegen konnte er diese Verwandtschaft bislang nicht.

Sein elegantes gelbes Designerhelmchen, ein Geschenk seiner Frau Mutter, entspricht einigermassen seinem bescheidenen Geschmack. Der Pferdekopf an der Front seines Gefährts verspricht vermeintlich Kraft, während der eigens für ihn frisierte Tachometer ihm zuverlässig das Gefühl vermittelt, unglaublich schnell unterwegs zu sein.

Zwei gewaltige Auspuffrohre sorgen nicht nur für die Abführung der Verbrennungsgase, sondern vor allem für eine Geräuschkulisse, die, wie er glaubt, seinem gesellschaftlichen Rang angemessen ist.

Jean-Jacques möchte selbstverständlich gewinnen. Schliesslich haben ihn schon seine Eltern beim Pétanque stets gewinnen lassen. Weshalb sollte das ausgerechnet beim Rennsport anders sein?

Noch wichtiger ist ihm allerdings, dass man zu ihm aufschaut, ihn bewundert und möglichst noch lange über seine Leistungen spricht.

Besonders beliebt ist Jean-Jacques nicht. Das ändert sich jeweils schlagartig, wenn er eine Runde spendiert. Danach ist man sich rasch wieder einig.