Cesare Tiziano Buonaventura

Der elegante Halbschuhaus Italien

In der Nähe von Mailand aufgewachsen, interessierte sich Cesare schon früh für den Rennsport. Fussball liess ihn dagegen völlig kalt. Seine Freunde bezeichneten ihn deshalb gerne als Halbschuh.

Cesare nahm die Bemerkung wörtlich und baute sich kurzerhand einen Rennwagen auf der Grundlage eines alten Schuhmodells. Mit eleganten, geschwungenen Linien, stromlinienförmigem Aufbau und allerlei elektrischen Gerätschaften, darunter der hochentwickelte Elektronendiffusionsdispenser, entstand ein Gefährt, das vor allem eines ausstrahlt: Stil.

Seine schwarz-gelbe Designerkleidung aus verstärktem Goldhamsterleder ist selbstverständlich perfekt auf das Fahrzeug abgestimmt. Und während seine Konkurrenten nach Motorenöl riechen, kündigt sich Cesare schon lange vor seinem Erscheinen durch eine grosszügige Wolke Acqua di Vittoria an. Ein italienisches Parfum, das zumindest seinem Namen nach den Sieg verspricht.

Mit seinem golfballartigen Helm, den etwas wackeligen Stelzenbeinen und einer ausgeprägten Vorliebe für grosse Gesten ist Cesare eine unverwechselbare Erscheinung im Fahrerfeld. Seine Mimik und Gestik übertreffen dabei nicht selten den inhaltlichen Wert seiner Aussagen.

Abseits der Rennstrecke gilt er als ausgesprochen erfolgreicher Charmeur. Besonders bei den Damen ist er begehrt – und das keineswegs nur wegen seiner Autogramme.

Ob er tatsächlich zu den schnellsten Fahrern gehört, ist noch nicht abschliessend geklärt. Für Cesare selbst steht hingegen fest, dass er mit Abstand der schönste ist.

Und sollte er das Rennen verlieren, dann wenigstens mit Stil.